Limited


Aufgrund der Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU ist es auch für österreichische UnternehmerInnen möglich, eine „Private Company Limited by shares“ nach englischem Recht zu gründen. Die Limited zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Anteile nicht von jedermann erworben werden können, sondern nur durch eine begrenzte Anzahl von GesellschafterInnen. Es müssen mindestens zwei GesellschafterInnen an der Limited beteiligt sein. Im Gegensatz zu den österreichischen Gesellschaftstypen gibt es bei der Limited kein Mindestkapital, das von den GesellschafterInnen aufgebracht werden müsste. Dieser Umstand macht die Limited zu einer sehr attraktiven Rechtsform.

Gründung einer Limited

Für die Gründung einer Limited müssen die Regelungen des englischen Companies Act“ beachtet werden. Hierbei sind vor allem zwei Dokumente ausschlaggebend. Das „Memorandum of Association“ regelt das Außenverhältnis der Limited, die „Articles of Association“ enthalten ergänzend dazu Regelungen für das Innenverhältnis. Beide Dokumente sind für die Firmenbucheintragung notwendig. 

Inhalt eines „Memorandum of Association“: 

  • Name der Gesellschaft, inklusive dem Firmenzusatz „Limited“ oder „Ltd“ 
  • Firmensitz in England, Wales, Schottland, Nordirland 
  • Unternehmensgegenstand 
  • Beschränkte Haftung der GesellschafterInnen 
  • Betrag des Gesellschaftskapitals in britischen Pfund 
  • Anzahl der Gesellschaftsanteil

Inhalt der „Articles of Association"

  • Betrag des Gesellschaftskapitals mit allen Rechten und Pflichten an den Anteilen 
  • Regelung des Rechts, Anteile auszugeben 
  • Regelung, wie nicht ausgegebene Anteile zu behandeln sind 
  • Regelung der Generalversammlung 
  • Regelung der Geschäftsführung 
  • Generelle administrative Regelungen

Gründung einer österreichischen Zweigniederlassung

Nach der Gründung in England, Wales, Schottland oder Nordirland kann in Österreich eine Zweigniederlassung der Limited eröffnet werden. Laut Unternehmensgesetzbuch UGB kann der ausländische Rechtsträger in das Firmenbuch eingetragen werden, wenn er im Inland eine Zweigniederlassung hat.

Gut zu wissen

Der britische Firmensitz muss aber in jedem Fall bestehen bleiben, auch die Steuererklärung muss am Gründungsort abgegeben werden. Agenturen bieten für etwa 500 Euro an, alle laufenden Formalitäten zu erledigen.