Tonträgermarkt


Von einem Tonträgermarkt zu sprechen, ist durch die Digitalisierung nur mehr mit Einschränkungen möglich. In Österreich wurde zwar 2015 ein Umsatz in Höhe von 143,4 Mio. Euro im Tonträgerbereich gemacht11, der größte Teil davon resultiert allerdings aus Importen. Die drei Major-Labels Universal, Sony und Warner sind hier wie auch sonst überall auf der Welt dominierend.

Das Geschäftsmodell „Label“ erzeugt, abgesehen von den drei Giganten, die vor allem von ihren Backkatalogen leben, sehr wenig Wertschöpfung. Hierzulande existiert es vor allem in Kombination mit anderen Modellen wie Verlag, Agentur, Management etc.

Gemessen am Pro-Kopf-Anteil liegt Österreich mit dem Umsatz im physischen Markt (vor allem CDs) an 5. Stelle, allerdings vor allem mit den Genres Klassik, Schlager und volkstümliche Musik12.
31,4 % der Umsätze werden im digitalen Bereich gemacht, davon wiederum ein Drittel im Streaming-Bereich. Die Probleme der Musikschaffenden mit der (kaum vorhandenen) Wertschöpfung aus Streaming-Diensten bzw. von Youtube sind hinlänglich bekannt. http://www.musicaustria.at/streaming-fluch-oder-segen/

Die Aufnahme auf einem Tonträger wird von zeitgenössischen Musikschaffenden verschiedener Genres nach wie vor dringend gebraucht. Die Aufnahmen dienen als Werbematerial, werden für das Radio Air Play gebraucht und sind für das Agieren im immer wichtiger werdenden Markt für Synch-Rights wichtig. CDs werden darüber hinaus vor allem bei eigenen Veranstaltungen verkauft.
Infoseite http://www.musicaustria.at/praxiswissen/tontraeger/

  • Tonträgerproduktion
  • Labels finden, Labels gründen
  • Labelliste Österreich
  • Handel und Vertrieb
  • Vertriebsliste Österreich
  • Pressewerke Österreich

Infoseite http://www.musicaustria.at/praxiswissen/lizenzvergabe-fuer-film-werbung-und-computerspiele/


12 http://www.ifpi.at/uploads/IFPI-Musikmarkt-2015.pdf S.13