Radio


Der Anteil des öffentlichen Rundfunks am österreichischen Radiomarkt beträgt 70 %, das Formatradio Ö3 dominiert mit 31 % Marktanteil. Erfreulich: Immerhin 15 % des gespielten Repertoires in diesem Sender ist österreichischer Herkunft, ein Resultat jahrelanger Bemühungen der gesamten Musikszene. Eine wichtige Unterstützungsfunktion für die österreichischen Szenen im Bereich Alternative, Indie, Electronic, Singer-Songwriter u.Ä. hat der ebenfalls öffentlichrechtliche Sender FM4. Zeitgenössische Kunstmusik und Jazz finden ebenfalls ihren Platz, und zwar in Ö1, allerdings eher zu nächtlicher Stunde.

Neben den öffentlich-rechtlichen Radios und den kommerziellen Sendern, größtenteils Formatradios nach dem Ö3-Modell, gibt es auch 14 nicht-kommerzielle freie Radios, die viel Raum für zeitgenössisches Musikschaffen diverser Genres bieten.

Übrigens finden 64 % der Bevölkerung, dass mehr österreichische KünstlerInnen im Radio zu hören sein sollten.13


13 Michael Huber, Wozu Musik. Musikalische Verhaltensweisen, Vorlieben und Einstellungen der Österreicher/innen, Wien, mdw, Institut für Musiksoziologie 2010 S.54f.