Bildung und Ausbildung

In den allgemeinbildenden Schulen werden ein bis zwei Stunden Musik pro Woche angeboten. Einen echten Schwerpunkt auf Musik legen die ca. 130 Musikvolksschulen, ca. 100 Musikhauptschulen, 20 Gymnasien mit erweitertem Musikangebot sowie die acht Musikgymnasien. Damit gehört Österreich im gesamteuropäischen Vergleich zu den führenden Ländern.3

Neben der großen Zahl an UrheberInnen ist vermutlich ein weiteres Alleinstellungsmerkmal Österreichs die Zahl der SchülerInnen an Musikschulen. Der Unterricht an den ca. 370 öffentlich geförderten Musikschulen an 2.000 Standorten wird von rund 10 % der ÖsterreicherInnen im Alter von 5-24 Jahren besucht (ohne Privatunterricht). Lieblingsinstrumente sind nach wie vor Klavier, dicht gefolgt von Gitarre, beide zusammen machen fast ein Viertel der angebotenen Unterrichtsstunden aus.4

Interessantes Detail am Rande: 86 % aller ÖsterreicherInnen finden, dass jedes Kind ein Instrument lernen sollte.5

Musik studieren kann man an fünf österreichischen Musikuniversitäten. Ein Alleinstellungsmerkmal dieser Ausbildungsstätten dürfte die hohe Anzahl ausländischer Studierender sein, ein Faktum, das vor allem auf den Ruf Österreichs als Klassikland zurückgeht.

Infoseite http://www.musicaustria.at/praxiswissen/musikausbildung/


3 Michael Huber, Wozu Musik. Musikalische Verhaltensweisen, Vorlieben und Einstellungen der Österreicher/innen, Wien, mdw, Institut für Musiksoziologie 2010 S. 55, mdw 2010,
4 Harald Huber, Austrian Report on Musical Diversity. Österreichischer Bericht zur musikalischen Vielfalt 2000-2010, mdw 2012, S.7
5 Michael Huber, Wozu Musik. Musikalische Verhaltensweisen, Vorlieben und Einstellungen der Österreicher/innen, Wien, mdw Institut für Musiksoziologie 2010, S. 55