Verbände, Interessenvertretung


Erst Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre wiederholte sich die Konstituierungsgeschichte von Berufsverbänden der Schriftsteller und Schriftstellerinnen in Deutschland und Österreich. Der Verband deutscher Schriftsteller (VS) wurde durch u.a. Günter Grass, Heinrich Böll und Martin Walser 1969 in Köln gegründet und die IG Autoren 1971 durch Hilde Spiel und Milo Dor in Wien. Zuvor und parallel dazu erstanden wieder oder als neue literarische Zusammenschlüsse der Österreichische Schriftstellerverband 1945, der österreichische PEN-Club (Erstgründung 1923, Wiedergründung 1947) und die Grazer Autorenversammlung 1973. Mit der Konstituierung der IG Autoren setzte eine bis heute unverändert gemeinsame Vertretung der sozialen und ideellen Rechte österreichischer Autorinnen und Autoren ein. Von 1979 – 1981 organisierte ein mit Vertreterinnen und Vertretern der IG Autoren und anderer Literaturorganisationen und Literatureinrichtungen gebildetes Komitee die größte Versammlung von Schriftstellern und Schriftstellerinnen, die es in Österreich je gab, den „Ersten österreichischen Schriftstellerkongreß“, an dem insgesamt rund 800 Personen teilnahmen und der einen Katalog von Maßnahmen erarbeitete und verabschiedete, der in den folgenden Jahrzehnten von der IG Autorinnen Autoren betreut und sukzessive umgesetzt wurde.

siehe www.vs.verdi.de, www.literaturhaus.at, www.oesv.or.at, www.penclub.at, www.gav.at